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Ingwer – Alles was man wissen muss

Ingwer ist ein Superfood der Extraklasse. Rund 160 bioaktive Wirkstoffe konzentrieren sich in der Ingwerwurzel, die im Jahre 2018 wegen ihrer heilsamen und vitalisierenden Wirkung zur Heilpflanze des Jahres gekürt wurde.

Ingwer – die gesunde Knolle mit langer Tradition

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) sowie die indische Heillehre Ayurveda nutzen Ingwer seit rund 4000 Jahren zur medizinischen Therapie und Behandlung gesundheitlicher Krankheitsbilder und psychosomatischer Gesundheitsstörungen. Gleichzeitig dient die wirkstoffreiche, immunaktivierende und harmonisierende Knolle im asiatischen Raum seit jeher als kostbares Gewürz.

Alles, was man über Ingwer wissen muss

Alles, was man über Ingwer wissen muss

Seit 1988 klassifiziert die deutsche Schulmedizin Ingwer offiziell als wirksame Heilpflanze mit einem breiten Wirkstoffspektrum.

Ein Power- Paket mit einer Fülle kostbarster Bioaktivstoffe

Die Wurzelsprosse enthält durchschnittlich bis zu maximal 3 % naturreines, ätherisches Öl, das ein herausragendes antioxidatives Potential entfaltet.

Entzündungshemmend

Wegen der antientzündlichen Wirkung der seltenen sekundären Pflanzenstoffe und ätherischen Öle werden Entzündungsreaktionen des menschlichen Organismus gedämpft, während gleichzeitig sanft das Immunsystem angekurbelt wird.

Bekämpft Reiseübelkeit

Im Jahre 1997 fand das Gewächs Zugang in das deutsche Arzneibuch, wo es als probates Mittel gegen Reisekrankheit und Verdauungsbeschwerden ausgewiesen ist.

 

Ein Ingwer Tee wärmt und schmeckt gut

Ein Ingwer Tee wärmt und schmeckt gut

 

Lindert Schmerzen

Die Rhizome bzw. Knollen verfügen über hochkonzentrierte, reine Gingerol- Scharfstoffe, die im menschlichen Körper bestimmte schmerzreduzierende Enzyme aktivieren, die für gewöhnlich durch konventionelle Schmerz- Medikamente hervorgerufen werden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Bioaktivstoffe Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen natürlich lindern.

Verbessert Migränebeschwerden

Zudem forcieren die Scharfstoffe eine Verbesserung bei Migränebeschwerden.

Flankierend in der Krebstherapie

Zusätzlich verifizieren Untersuchungen, dass Ingwer die Nebenwirkungen von Chemotherapien abschwächt und den Blutzuckerspiegel nachhaltig senkt. Die sekundären Pflanzenstoffe entfachen in Verbindung mit den puren ätherischen Ölen kostbare Synergieeffekte, die die gesundheitsfördernden und immunstärkenden Eigenschaften der Pflanze intensivieren.

Noch mehr postivive Wirkungen

Die chinesische Medizin und die indische Lehre Ayurveda kennen Ingwer als Gegenmittel gegen Atemwegserkrankungen und Pilzvergiftungen. Laut ayurvedischem Verständnis befeuert Ingwer die Heilwirkung anderer Pflanzen und gilt daher als Universalheilmittel.

Wärmend und gut schmeckend

Die Scharfstoffe wärmen den Organismus und sorgen für ein aufregendes Geschmackserlebnis.

Der Einkauf und die Verarbeitung

Ein Großteil der exklusiven Bioaktivstoffe vom Superfood Ingwer ist direkt unter der Schale der Ingwerknolle gelöst. Deshalb sollte frischer Ingwer primär in Bio- Qualität gekauft und nur spärlich geschält werden. Die Fülle der Wirkstoffe ist perfekt verfügbar, wenn die Ingwerknolle lediglich abgebürstet wird.

Ingwer sorgt für spannende und heilsame Geschmackserlebnisse

Die Ingwerknolle ist eine Detox- Geheimwaffe zum Körper entgiften und besitzt eine angenehme Schärfe mit einer sinnlich-fruchtigen Note. Der Verzehr von frischem oder erhitzen Ingwer ist daher ein Genuss, der Speisen eine einzigartige und verblüffenden Geschmack verleiht. In der asiatischen Küche fungiert Ingwer als Lebensmittel, um Rezepte zu veredeln. Ingwer kann frisch und gekocht konsumiert werden.

Roh sollte die Wurzel wegen der Schärfe in verhältnismäßig kleinen Mengen aufgenommen werden.

Die Ingwerknolle in der Küche

  • Inzwischen ist Ingwertee ein Klassiker, das zur Aktivierung des Immunsystems eingesetzt wird. Kleine Stücke der Knolle sind hierfür mit heißem Wasser aufzugießen.
  • Neben der Verwendung als stärkender Tee bietet Ingwer ein nahezu unerschöpfliches Potential zur Verfeinerung von Nahrungsmitteln und Getränken.
  • Prinzipiell lässt sich das Gewächs flexibel einsetzen, um eine pikante Schärfe zu erzeugen. Sowohl beim Backen und Kochen als auch roh genossen, versorgt Ingwer mit wertvollen Wirkstoffen und begeistert mit einem spannenden Geschmack.
  • In Kürbis- oder Rote Beete – Suppen erzeugt Ingwer tolle Geschmacksnuancen. Mousse, Smoothies, Gebäck , Saucen und Milchspeisen können mit Ingwer ebenfalls gekonnt veredelt werden.
  • Aus Ingwer werden einige bekannte Getränke hergestellt, z.B Ginger Ale und Ingwerbier.

Zubereitung Ingwertee

Ingwertee ist im nu und ganz leicht zubereitet. Man nehme ein paar Scheiben Ingwer. Ideal ist Bio Ingwer. Wie viele Scheiben man zubereitet, ist etwas Geschmacksache. Manche mögen ihn etwas schwächer lieber, andere lieben den scharfen Geschmack. Am besten man fängt mit zwei Scheiben auf einer Tasse an und kann sich dann auf 5 bis 6 Scheiben steigern.

  • Der Ingwer wird gewaschen. Sollte es keine Bio Ware sein, muss er auch geschält werden.
  • Die Scheiben werden einfach mit kochendem Wasser überbrüht.
  • Der Tee zieht nun 10 bis 20 Minuten und kann dann genossen werden.
  • Er kann ohne Zusätze getrunken oder mit Honig und dunklen Zucker gesüßt werden.
  • Verfeinert kann er noch durch Zugabe von Melisse oder Minze.

Die gesunde Knolle zur Unterstützung beim Abnehmen

Wissenschaftliche Versuchsreihen beweisen, dass der regelmäßige Verzehr von Ingwerwasser den Stoffwechsel, den körpereigenen Entgiftungsmechanismus und die Fettverbrennung fördert.

Studien unterstreichen zusätzlich den appetitzügelnden Effekt von Ingwer.

Die Zugabe von Zitronensaft neutralisiert die Schärfe der Knolle und unterstützt die Fettreduktion.

Ingwertee ist auch als Tee zum Abnehmen geeignet.

Tipp bei Halsschmerzen

Bei beginnenden Halsschmerzen und Husten sollten kleine Stücke der Wurzel roh gegessen werden. In der Vorweihnachtszeit sind Ingwerplätzchen ideale Snacks.

War darf Ingwer nicht genießen?

Allerdings fällt dem Gewächs eine wehenfördernde und blutverdünnende Wirkung zu. Schwangere und Patienten mit Blutgerinnungsstörungen sollten Ingwer deshalb zurückhaltend verzehren. Ansonsten empfiehlt sich immer ein Gespräch mit dem Arzt!

Wie kam der Ingwer nach Europa?

Alexander der Große brachte die Pflanze von seinen Feldzügen in Indien bzw. Persien mit nach Europa. Römische Legionäre trugen in ihren Proviantbeuteln Getreide, Knoblauch und Ingwer als wertvolle Grundausstattung mit sich.

Somit verbreitete sich Ingwer in sämtlichen Ecken des römischen Imperiums. Erstmalig wurde die ursprünglich aus Asien stammende Migrationspflanze im frühen Mittelalter in der Klostermedizin eingesetzt.

Hildegard von Bingen verwendete pulverisierten Ingwer als immunstimulierendes Stärkungsmittel zur Behandlung von Schwerkranken.

Portugiesische und spanische Seefahrer setzten die Ingwerknolle gegen Skorbut und Seekrankheit ein.

Die Familie der Ingwergewächse

Die Familie der Ingwergewächse (Zingiber officinale) umschließt 1200 Arten. Die begehrten Heilpflanzen Kurkuma, Kardamom sowie Galgant sind enge Verwandte der Ingwergewächse.

Die ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammenden Ingwerpflanzen werden heute zudem in Afrika, Australien, Südamerika und der Karibik kultiviert. Hierzulande kann die anspruchslose Pflanze unkompliziert als Topfpflanze angebaut werden.

Ingwer ist ein Begriff, der sich zum einen aus einem Begriff aus dem Sanskrit „wie ein Horn geformt“ und zum anderen aus dem arabischen Wort „Wurzel“ zusammensetzt.


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