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Fasten – Ruhepause für Körper und Geist

Fasten betrifft nicht nur den Körper, sondern den Menschen in seiner Gesamtheit. Auch Seele und Geist werden vom Fasten beeinflusst, welches als Tor des eigenen Seins gleichzeitig eine geistige Klarheit und positive Veränderungen herbeiführt. Fasten als Gewinn zum Verzicht beinhaltet im Groben das Weglassen von fester Nahrung für eine bestimmte Zeit.

Viele wissenschaftlich belegte Resultate zeigen, dass Fasten in vielen medizinischen Bereichen und auch kulturell Bestandteil einer reflektierten Lebensführung ist. Gerade beim permanenten Überangebot von Nahrung stellt das Fasten als Ruhepause für Körper und Geist ein Gegengewicht aus Erholung, Entgiftung und Reflektion dar, so das mit innerer Verbundenheit eine Reinigung des Körpers und Geistes einhergeht.

 

Fasten - Ruhepause für Körper und Geist

Fasten – Ruhepause für Körper und Geist

 

Was genau bewirkt Fasten?

Das Heilfasten ist keine Diät im eigentlichen Sinne. Es stellt sich beim Fasten ein Gewichtsverlust ein, man kann ein paar Kilo abnehmen, dennoch ist hat das Fasten ein anderes Anliegen.

Fasten soll nach einer gewissen Zeit zu inneren Reinigungsprozessen führen, welche sich verjüngend auf die Körperzellen auswirken können. Es soll den Körper entgiften. Hier muss jedoch gesagt werden, dass Ärzte darauf hinweisen, dass sich ein gesunder Körper selbst entgiften kann.

Die Haut kann straffer werden, Zellulitis kann gemildert werden und auch eine Gewichtsabnahme wird durch die Entlastung von Bindegewebe und Fettzellen erreicht. Genauso werden Verdauungsorgane entlastet, körpereigene Abwehrkräfte können gestärkt werden.

Der Kreislauf und das Herz sollen sich durch das Fasten erholen können, das allgemeine Wohlbefinden kann gestärkt werden. Fasten bedeutet, dass der Körper in einen besonderen Zustand gelangt. In diesem Prozess stellt der Körper seinen inneren Stoffwechsel als Notprogramm um und bezieht die Energie nicht mehr aus Glucose, sondern den übrigen Proteinen sowie dem Fettgewebe. Der positive Stress soll Selbstheilungskräfte aktiveren, welche gleichzeitig auch vermehrt Hormone wie Cortisol und Adrenalin und Serotonin ausschütten.

Der Blutzucker und auch der Insulinspiegel sinken und Verdauungsorgane können sich erholen. Das allgemeine Wohlgefühl setzt in der Regel schon ab dem dritten bis fünften Tag ein, was deutlich die Stimmung verbessert sowie Leichtigkeit und Befreitheit als innere Haltung manifestiert.

Fasten Arten

Es gibt unterschiedliche Formen des Fastens.

  • Die Nulldiät ohne feste Nahrung steht dabei meist im Vordergrund und wird als Entgiftung des Körpers von vielen Menschen genutzt. Wichtig ist, dass der Fastende ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, um einerseits das Hungergefühl zu umgehen und gleichzeitig auch notwendige Nährstoffe als Basis für den Körper zuzuführen. Auch für die Funktion des Stoffwechsels ist durch ausreichendes Trinken besonders wichtig.
  • Eine andere Variante ist die Mayr Kur. Hier ist die Nahrungszunahme auf Semmeln und Milch reduziert.
  • Beim Buchinger Heilfasten kann dem Körper neben Gemüsebrühe und Säften noch Honig angeboten werden.
  • Bekannt ist auch das Basenfasten gegen eine Übersäuerung des Körpers. Als Nahrungsquelle dienen hier Obst und Gemüse.
  • Eine besondere Form ist das Molkefasten, bei der vor allem Molke, aber auch Säfte und Wasser zu sich genommen wird.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Eine Fastenkur hat die Vorteile, dass vor allem der Körper entschlackt wird. Dabei werden Giftstoffe aus dem Körper gespült und auch die Verdauung kann durch solch eine Reinigung anschließend auf neue Weise starten.

Meistens ist ein Zeitraum von 5 bis 10 Tagen vorgesehen, die auch als Regeneration von Körper und Geist gesehen werden. Doch es wird nicht von einem Tag zum anderen die feste Nahrung weggelassen. Fastet man z.B. 12 Tage so sind in diesen 6 Fastentage ohne feste Nahrung enthalten. Die ersten drei Tage sind Entlastungstage, an denen der Körper auf das Fasten vorbereitet wird. Die letzten drei Tage sind Aufbautage, hier wird dem Körper langsam wieder feste Nahrung angeboten.

In dieser Zeit können Risikofaktoren wie Bluthochdruck gemindert werden wobei auch eine Verbesserung der Blutfettwerte stattfindet. Jedoch hat das Fasten einige Nachteile, die wir im folgenden beschreiben. Deshalb gibt es heute einige Menschen, die die Vorteile für sich ausnutzen und einen Fastentag in der Woche einlegen, und so die Nebenwirkungen reduzieren.

Wer das Fasten nicht nur zur inneren Reinigung anwenden möchte, kann den positiven Effekt der Gewichtsabnahme ebenfalls nutzen. Dies macht allerdings nur Sinn, wenn nach der Fastenkur auch eine Ernährungsumstellung folgt die notwendig ist, um das Idealgewicht zu halten und in Form einer gesunden Lebensführung zu manifestieren.

Durch mögliche Nebenwirkungen oder falsche Anwendung können beim Fasten ebenfalls Nachteile entstehen. Zum einen kann die geringe Nahrungszufuhr dazu führen, das Mangelerscheinungen entstehen. Wenn der Körper nicht essentielle Nährstoffe erhält, sind Müdigkeit, Schwächegefühl sowie Kopfschmerzen oder Haarausfall möglich.

Auch die Muskeln werden mit einer sehr langen Fastenzeit zurückgehen, denn der Körper muss auf Energiereserven zurückgreifen, bevor dieser nach mehreren Tagen an die Fettreserven geht. Auch geht der Herzmuskel zurück, was für einige Menschen gefährlich sein kann.

Wer es übertreibt, kann im schlimmsten Fall den Körper zu einer Übersäuerung leiten, welche zu Gicht oder Nierensteinen führt.

Hier sollte man mit basischem Gemüse wie Karotten, Fenchel oder Broccoli entgegenwirken und sich nicht auf eine komplette Nulldiät versteifen. Auch das Zuführen von basischen Gemüsesäften ist in diesem Fall möglich, damit der Körper gesund bleibt.

Für wen ist Fasten geeignet? Was sollte man beachten?

Jede Fastenkur muss vor Beginn mit seinem Arzt besprochen werden. Nur wenn er Grünes Licht gibt, darf gefastet werden.

Nicht jeder kann Fasten. Menschen mit einer Essstörung oder psychischen Labilität sollten das Fasten nur unter strikter ärztlicher Aufsicht und Beratung durchführen.

Chronische Krankheiten wie Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ebenfalls gesondert zu betrachten. Hier ist die Zusammenarbeit und Beratung durch einen professionellen Arzt besonders wichtig. Kontraindikationen gegen das Fasten gibt es einige.

Man sollte eine Fastenkur nie ohne Vorbereitung starten, sondern sich vorab mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen, welcher diesen Prozess begleitet.

Zum einen muss der Körper an die neue Kost gewöhnt werden und auch das sogenannte Fastenbrechen ist ein Prozess, der geübt werden muss. Auch der Prozess nach dem Fasten ist nicht immer einfach.

Hier geht es vor allem darum, einen Jojo-Effekt zu vermeiden sowie die Verdauung durch Zuführung der gewohnten Nahrung allmählich zu stabilisieren.

Viel Bewegung ist in der Phase des Fastens wichtig. Nur so kann die Seele entspannen und auch der Körper bleibt auf diese Weise durch einen aktiven Kreislauf stabil.

Wenn diese Dinge beachtet werden, so steht mit Hilfe des Arztes einem nichts entgegen, mit einer Fastenkur den Körper zu reinigen und den inneren Geist auf diese Weise neu auszurichten.

Quellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Fasten
  • https://aerztegesellschaft-heilfasten.de/informationsdienst/fachbeitraege-fastentherapie/fasten-ist-mehr-als-nichts-essen/
  • https://www.fairberaten.net/fasten/hintergrundinfos/mit-fasten-gelingt-abnehmen/
  • https://www.fitforfun.de/abnehmen/heilfasten-nehme-ich-mit-heilfasten-ab-und-ist-es-gesund-243790.html

 


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